Telefon-/ Handy-/ Smartphone-Shops…ich hasse sie und tat es schon immer. Aber manchmal kommt man eben nicht umhin, ihnen einen Besuch abzustatten. So nun auch ich…aber der Reihe nach.
Im Mai legte ich mir das Sony Ericsson Xperia X10 zu. Dies tat ich unter der besten Möglichkeit bei O2, da ich ja einen bestehenden Vodafone-Vertrag hatte. Verlängern ging auch noch nicht und ein drittes Handynetz wollte ich nicht. Also ab zum O2 Shop. Erhältlich war es für 550 Euro (abzuzahlen j. Mon. 20€) mit einem O2 Datenvertrag, den man nach 3 Monaten kündigen konnte. Ich wollte auch endlich mobil mit der Welt sein, also schlug ich zu. Meine Freundin tat dies bereits zehn Tage vor mir. Alles war schick und ich surfte damit drei Monate lang. Natürlich kündigte ich fristgemäß und die O2 Simkarte wurde abgeschaltet. Zu erwähnen wäre noch, dass der Vertrag lediglich 10 € / Mon. kostete.
Im August kam dann auch endlich ein neuer Vodafone-Vertrag. Rein damit ins Xperia und alles fein. Alles lief gut bis November. Immer wieder gab es Probleme beim Aufladen, die Buchse wackelte. Schließlich versagte der Mini USB Anschluss ganz seinen Dienst und das X10 konnte nicht geladen werden. Nun gut, halbes Jahr alt, Garantie, kein Problem – auf zum Shop! Und da erlebte ich, wie ich binnen 30 Sekunden wütende Schweißausbrüche bekam, den Chef sprechen wollte und ein unangenehmer Kunde wurde. Warum?
Während der freundlich Mitarbeiter (war er wirklich) meine Daten aufnahm, wollte er natürlich meine Rufnummer für den Garantieauftrag, den sie samt Gerät zu Arvato Services schicken wollten. Ich also brav aufgesagt…natürlich die Vodafone Nummer. Guckt er mich an, dass er eine O2 brauche. Also erklärte ich ihm ausführlich, wie ich zu dem Telefon kam und welchen Vertrag ich damals nahm. Ich hätte schließlich zwei Jahre Garantie auf das Gerät und nicht auf eine O2 Simkarte. Sah er ein. Dennoch wieder: „Ich brauche aber eine O2 Rufnummer.“ Mein Blutdruck stieg. Ich wollte ihm dann meine alte Nummer sagen, die war aber nicht mehr aktiv. „Nein, sie muss aktiv sein“, stammelte er. Ich erklärte ihm zweimal, dass ich keine aktive O2 Rufnummer habe, da man den Vertrag damals kündigen konnte. Irgendwann verstand er es. Weiter führte ich an: „Sie wollen mir also sagen, dass meine Garantie auf das Gerät AUTOMATISCH verfällt, wenn ich den Vertrag, den ich zusammen mit dem Xperia kaufte, kündige?“ Es dauerte eine Weile, man sah wie sein Gehirn arbeitete und er versuchte, meine Worte zu verstehen. Irgendwann kam ein: „Ja.“ PENG!
Meine Augen quollen hervor und stießen von innen gegen meine Brille, ich sabberte und der Rotz lief mir vor Zorn. Natürlich war ich vorbereitet, denn wie ich erwähnte, HASSE ich solche Läden. Ich zückte also meinen Vertrag samt Gerätevertrag. „Bitte…zeigen sie mir wo das steht. Zeigen sie mir, wo steht, dass ich keine Garantie auf mein Gerät habe.“ Ich versuchte so ruhig wie möglich zu sein. Ich bin nicht sehr erfolgreich in so was. Er begann zu lesen. Minutenlang. Dann kam ein Satz, auf den ich schon sooooo lange gewartet hatte und den ihr sicher alle kennt. Pass up, hier kommt er: „Einen kleinen Moment, ich frage mal meinen Kollegen.“ JAWOLL!
Mit vereinten Kräften kamen sie zurück. Ich hatte Schal und Jacke abgelegt, ich drohte zu zerlaufen. Hinter mir nahm ich genervtes Stöhnen der wartenden Kunden wahr. Aber ich war sicher der mit dem höchsten Puls. „Tja, dass ist so eine Sache…“, brabbelte er lesend vor sich hin. „Und das ist meine Schuld?“, stieß ich ihm postwendend entgegen. Seine Erklärung: „Es gibt da keine Regelung. Es steht natürlich nirgends, dass die Garantie verfällt, aber Fakt ist, dass wir in diesem Formular eine O2 Nummer von dem Kunden brauchen, sonst geht es nicht weiter, man kann quasi nicht weiter klicken, wenn der Abgleich der Nummer mit dem Namen nicht stimmt. Das ist so eine Lücke…“ „…Für die ich nichts kann“, erwiderte ich energisch. Dann kam der Deal. Man bot mir eine O2 Prepaid Karte an, welche mich statt 15 Euro nur 7.50 Euro kosten sollte. Diese ist auch sofort aktiv. Ich war so genervt, ich tat es halt, ich wollte das Ding nur los werden und raus aus dem Schuppen.
Nach zwei Wochen bekam ich mein Gerät wieder, es wurde nicht repariert, nein es wurde gleich getauscht. Na, was will ich mehr. Und die 7,50 Euro kann ich verschmerzen. So…ach ja, der Knaller kommt jetzt!
Wer aufmerksam gelesen hat, dem wird es vielleicht aufgefallen sein. Man sagte ja, dass ich eine aktivierte Rufnummer von O2 angeben sollte. Sie musste auf meinen Namen laufen. Sonst könne man nicht „weiter“ klicken. Nun, diese Prepaid Karte ist kein Vertrag und sie läuft auch nicht auf meinen Namen. Er holte sie aus der Schublade und ich bezahlte. Er gab die Nummer in sein Formular ein, welche er von der Rückseite dieses kleinen Couverts ablas und fertig. Ich hätte also theoretisch auch die Nummer von meiner besten Freundin Milcine angeben können.
Fazit: Entweder sind die Mitarbeiter einfach nur blöde, oder sie wollte sich 7,50 Euro einspielen. Telefon hab ich, alles gut, aber dafür so ein Theater? Unsinnig eine Prepaid Karte gekauft? O2 – Can’t Do!